Küchenplanung: 15 Dinge, die du beachten musst
Von der richtigen Arbeitshöhe bis zum optimalen Lichtsystem – unsere Checkliste für die perfekte Planung.
Eine neue Küche ist eine Investition für 15, 20 Jahre – Fehler in der Planung ärgern dich jeden Tag, den du in ihr stehst. Die gute Nachricht: Die meisten Planungsfehler lassen sich vermeiden, wenn du vorher weißt, worauf es ankommt. Hier sind die wichtigsten Punkte aus unserer täglichen Beratungspraxis im Küchenstudio Hennigsdorf.
Das Arbeitsdreieck: der wichtigste Fixpunkt der Planung
Das Arbeitsdreieck – die Verbindung zwischen Kühlschrank, Spüle und Herd – entscheidet, wie angenehm sich Kochen anfühlt. Die drei Punkte sollten zusammen zwischen vier und acht Metern Weg ergeben. Ist das Dreieck zu klein, stehst du dir ständig selbst im Weg. Ist es zu groß, läufst du dich beim Kochen müde.
Bei kleinen Küchen unter 8 m² lohnt sich meist eine einzeilige oder L-förmige Anordnung, damit das Dreieck kompakt bleibt. Ab etwa 12 m² Grundfläche wird eine Kücheninsel interessant – dann rückt oft die Spüle oder das Kochfeld in die Insel, während Kühlschrank und Vorratsschränke an der Wand bleiben. Wir simulieren beide Varianten bei der 3D-Planung, damit du die Wege wirklich siehst, bevor etwas bestellt wird.

Stauraum realistisch planen, nicht optimistisch
Stauraum wird fast immer unterschätzt. Als Faustregel gilt: Lieber eine Schublade zu viel planen als eine zu wenig. Die meisten Haushalte sammeln über Jahre mehr Küchenausstattung an, nicht weniger – Vorratsdosen, Küchenmaschinen, Sonderformen für den einen Kuchen, den man zweimal im Jahr backt.
Vollauszug oder Drehtürschrank?
Auszüge mit Vollauszug und Soft-Close nutzen den Raum deutlich besser als klassische Drehtürschränke – du siehst auf einen Blick, was hinten liegt, statt dich zu bücken und zu tasten. Sie kosten aber auch spürbar mehr pro Meter Front. Unsere Empfehlung: Vollauszüge dort einplanen, wo du täglich hineingreifst (Töpfe, Vorräte), und bei selten genutzten Schränken auf die günstigere Variante zurückgreifen – hier lohnt sich eine ehrliche Priorisierung nach Budget statt Auszüge überall gleich auszustatten.
Wasser- und Stromanschlüsse vor der Bestellung klären
Wasser- und Stromanschlüsse müssen feststehen, bevor die Küche bestellt wird – nicht danach. Wo soll die Spülmaschine stehen, brauchst du einen Wasseranschluss für den Kühlschrank mit Eiswürfelspender, reicht die vorhandene Elektrik für Induktionskochfeld und Backofen gleichzeitig, oder muss der Elektriker vorher noch eine zusätzliche Leitung legen?
Das klären wir beim kostenlosen Aufmaß vor Ort mit dir – inklusive eines Blicks auf den Sicherungskasten, denn gerade Induktionskochfelder mit hoher Leistung brauchen häufig eine eigene Absicherung, die in älteren Häusern nachgerüstet werden muss.
Beleuchtung: mehr als eine Deckenlampe
Beleuchtung ist mehr als eine Deckenlampe. Arbeitsflächen brauchen eigenes, schattenfreies Licht – meist LED-Bänder unter den Oberschränken, die genau dort strahlen, wo das Schneidebrett liegt. Dazu kommt Grundlicht für den Raum und optional Stimmungslicht, etwa in offenen Regalen oder unter einer Kücheninsel.
Ein Detail, das oft vergessen wird: die Lichtfarbe. Warmweißes Licht (rund 2700–3000 Kelvin) wirkt im Essbereich gemütlicher, während neutralweißes Licht (4000 Kelvin) an der Arbeitsfläche für bessere Farb- und Frischeerkennung beim Schneiden sorgt. Wir planen beide Zonen bewusst getrennt.
Geräteauswahl: der Alltag entscheidet, nicht der Prospekt
Bei der Geräteauswahl entscheidet der Alltag, nicht der Prospekt: Wie oft wird wirklich der Dampfgarer genutzt, reicht ein Kühlschrank oder braucht die Familie eine Kühl-Gefrierkombination mit mehr Volumen? Wir beraten dich herstellerunabhängig – auch das gehört für uns zu einer ehrlichen Planung dazu.
Die Checkliste zum Abhaken
Zusammengefasst: Arbeitsdreieck unter acht Metern Gesamtweg, Stauraum lieber großzügig als knapp, Anschlüsse vor der Bestellung klären, zwei getrennte Lichtzonen einplanen und Geräte nach echtem Bedarf statt nach Prospekt auswählen. Wer diese fünf Punkte vorab durchdenkt, vermeidet die häufigsten Ärgernisse, die uns Kund:innen Jahre später noch berichten. Am Ende bleibt die persönliche Beratung vor Ort der beste Weg, alle Punkte für deinen konkreten Grundriss durchzugehen.
Lieber persönlich?
Beratung gibt es bei uns ohne Termindruck — und ohne Verkaufsgespräch. Komm vorbei oder buch dir vorab einen Termin, dann nehmen wir uns die Zeit.



